Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 1.05.2021 um 23:51h

Notfall: Katzenhilfe muss die Neuwieder Rheinstraße verlassen

Wir suchen ein neues Zuhause

Die Katzenhilfe Neuwied muss umziehen.
Die Katzenhilfe Neuwied muss umziehen. - © Copyright: 123rf

Dass wir ein neues Zuhause suchen, kommt ja eigentlich ständig vor. Diesmal sind es aber nicht unsere kuscheligen Schützlinge, die einen Platz an der Sonne suchen, sondern unser Verein braucht eine neue Hauptpflegestelle.

Blaues Zimmer
Blaues Zimmer - © Copyright: Privat

Zugegeben: Optimal waren die Räume in der Neuwieder Rheinstraße nie: Der Platz für unsere Katzen ist beschränkt, Lagermöglichkeiten gibt es so gut wie keine, Freigehege sind mangels Garten nicht vorhanden, Parkplätze sind Mangelware und da uns nicht der Hauch eines Außengeländes zur Verfügung steht, müssen wir bei Feierlichkeiten auf andere Orte ausweichen oder sehr improvisieren.

Trotzdem waren wir froh, dass wir einziehen durften, als wir vor neun Jahren den Landratsgarten verlassen mussten. Und wir haben es uns und unseren Tieren trotz aller Einschränkungen gemütlich gemacht. Doch nun geht die Ära Rheinstraße zu Ende: In absehbarer Zeit müssen wir den Standort verlassen.

Da wir schon seit Längerem mit der Idee liebäugeln, ein Grundstück oder eine Immobilie zu kaufen und dort eine passenderes Katzenhaus zu bauen oder einzurichten, wissen wir, dass dies kein leichtes Unterfangen ist, denn die Kriterien, die ein neuer Standort erfüllen muss, sind anspruchsvoll. So können wir grundsätzlich nur in Gewerbe- oder Mischgebieten mit einer Genehmigung unseres Tierheimbetriebs rechnen. Dass der Immobilienmarkt regelrecht leergefegt ist, macht die Suche nicht leichter. Vor allem, weil wir möglichst innerhalb der Stadtgrenzen bleiben wollen.
Außerdem müssen wir ein solches Projekt natürlich finanzieren können. Denn auch wenn wir etwas gespart haben und mit einer nennenswerten Förderung durch das Land rechnen dürfen, stehen uns keine unbeschränkten Mittel zur Verfügung. Außerdem ist besagte Förderung an strenge Auflagen geknüpft.

Black Cat
Black Cat - © Copyright: Privat

Deshalb brauchen wir nun alle Unterstützung, die wir bekommen können. In erster Linie benötigen wir natürlich einen geeigneten Standort für unser neues Miezhaus. Das kann ein Grundstück sein (etwa 600 bis 1000 Quadrameter), auf dem wir nach unseren Vorstellungen bauen dürfen. Aber auch ein Gebäude (mit Garten), das sich für unsere Bedürfnisse herrichten lässt, ist uns willkommen. Voraussetzung ist immer, dass wir dort eine Betriebsgenehmigung der zuständigen Behörden bekommen.

Daneben suchen wir aber auch nach einer Mietalternative, die wir zumindest als Zwischenlösung benötigen werden. Denn selbst wenn wir sehr schnell ein Haus oder Grundstück finden würden, können wir nicht damit rechnen, innerhalb weniger Monate dorthin zu ziehen.

Egal ob vorübergehend oder dauerhaft: Unseren künftigen Nachbarn können wir versichern, dass wir sehr ruhige Bewohner sind, die weder bellen noch wilde Partys feiern – na ja, einmal im Jahr ein Tag der offenen Tür oder ein Sommerfest könnte schon möglich sein. Aber auch dann werden wir uns nicht betrinken, versprochen!

Gelbes Zimmer
Gelbes Zimmer - © Copyright: Privat

An den meisten Tagen im Jahr versorgen unsere Helferinnen und Helfer zweimal täglich die bei uns untergebrachten Katzen. Nachmittags empfangen wir für etwa zwei Stunden Besucher und Interessenten – zumindest werden wir das wieder tun, wenn die Corona-Beschränkungen aufgehoben sind. Der Andrang ist allerdings meist sehr überschaubar. Mehr als zwei oder drei Besucher schauen selten vorbei, oft kommt überhaupt niemand. Bei einer Familie mit unternehmungslustigen Kindern ist garantiert sehr viel mehr los als bei uns. Nachbarn mit neugierigen Kindern sind uns übrigens jederzeit willkommen! Schließlich lieben Kinder Tiere. Und wir lieben tierliebe Kinder!

Ach ja: Natürlich sind wir nicht nur auf die Hilfe von Haus- oder Grundstückseigentümern angewiesen. Den spätestens, wenn wir den richtigen Platz für unser künftiges Zuhause gefunden haben, gibt es jede Menge andere Möglichkeiten, uns zu unterstützen – sei es mit Geld oder mit tatkräftiger Hilfe. Vielleicht gibt es ja sogar katzenverliebte Handwerker, die sich bei uns nützlich machen wollen und damit die Kosten für dieses anspruchsvolle Projekt drücken helfen. Wir freuen uns über jede und jeden, die in dieser schwierigen Lage an unserer Seite stehen.

Wir halten Sie und euch auf dem Laufenden.

Nützliche Hinweise nehmen unsere Vorsitzenden Sabine Stumm (0171 – 195 25 94) oder unsere Geschäftsführerin Doris Litz (0170 – 90 22 472) entgegen.

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