Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 6.03.2022 um 19:30h

Der kleine Popeye braucht einen netten Katzenkumpel

Popeye
Popeye - © Copyright: Doris Litz

Popeye ist ein kleiner Tigerkater, der im letzten Herbst katzenfreundlichen Menschen zulief. Obwohl der schüchterne Katzenjunge offenkundig die Nähe und Unterstützung der Zweibeiner suchte, war er Menschen gegenüber doch ziemlich misstrauisch. Deshalb glauben wir, dass er der Sohn einer ausgesetzten, aber eigentlich zahmen Katze ist.

Popeye
Popeye - © Copyright: Doris Litz

Zu uns kam der kleine Bursche, weil seinen Betreuern irgendwann auffiel, dass mit seinem linken Auge etwas nicht stimmte. Tatsächlich sah es zunächst so aus, als habe er eine Verletzung, die ihn womöglich sein Auge kosten könnte. Doch nach eingehender Untersuchung stand fest: Es handelte sich um einen angeborenen Fehler, der durch eine Operation behoben werden konnte.

Während der Nachbehandlung hatten wir reichlich Gelegenheit, Popeye besser kennenzulernen und seine Abwehr einzuschätzen. Zwar gefielen dem kleinen Kerl weder die mehrfach pro Tag notwendigen Gaben von Augensalbe, noch die damit einhergehende Nähe zu mehr oder weniger fremden Menschen, doch seine Faucherei fiel eher in die Rubrik: Viel Lärm um nichts. Denn der zierliche Kater setzte zu seiner Verteidigung weder Zähne noch Krallen ein, sondern ließ sogar die der Behandlung folgenden Schmuseeinheiten klaglos über sich ergehen.

Popeye
Popeye - © Copyright: Doris Litz

Trotzdem nutzte Popeye nach Abschluss der Behandlung die Gelegenheit, erst einmal auf Tauchstation zu gehen. Also haben wir ihn in Ruhe gelassen. Doch nun taucht der Katzenjunge immer häufiger auf. Noch immer schüchtern und manchmal auch ein wenig überrumpelt vom eigenen Wagemut sucht er Nähe zu Menschen, die ihm vertraut und eher ruhig sind. Dabei schwankt er sichtlich zwischen Neugier, dem Wunsch nach Zuwendung und dem Impuls, sich lieber zu verdrücken.

Weil wir wissen, dass es an diesem Punkt der Mensch-Katze-Beziehung in einem „richtigen“ Zuhause viel leichter ist, Vertrauen und Nähe aufzubauen, denken wir, dass es an der Zeit ist, die richtigen Menschen für Popeye zu finden.

Die sollten sehr ruhig und geduldig sein, denn der kleine Mann braucht ein wenig Zeit, um sich an eine neue Umgebung und neue Leute zu gewöhnen. Druck hilft da überhaupt nicht. Stattdessen sollten seine neuen Menschen Popeye zeigen, dass sie warten können, bis er bereit für sie ist. Ein bisschen Bestechung mit Leckerchen ist hilfreich und unbedingt erlaubt!

Popeye vor seiner Operation
Popeye vor seiner Operation - © Copyright: Doris Litz

In jedem Fall sollte in Popeyes neuem Zuhause mindestens eine freundliche Katze leben, denn er sucht die Gesellschaft von Artgenossen. Von ihnen kann er auch viel lernen – vor allem, wie toll Schmusen mit Menschen ist. Kleine Kinder sollten nicht zur Familie gehören, sie würden Popeye Angst machen. Später braucht der süße Kater sicheren Freilauf.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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