Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 20.05.2019 um 22:02h

Der launische Tiger sucht ganz besondere Menschen

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Der vier Jahre alte Tiger gehört zu jenen Katzen, die mit sich und der Welt nicht ganz im Reinen sind. Sein Zuhause hat der schöne Kater verloren, weil er seine Mitkatze rabiat mobbte. Bei uns zeigte er sich anfangs ebenfalls von der weniger charmanten Seite: Attacken waren jederzeit möglich.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Mittlerweile hat Tiger sich ein wenig entspannt. Mit seinen vierbeinige Mitbewohnern – lauter Kater! – gibt es zwar keine Freundschaft, aber auch erstaunlich wenige Probleme. Menschen dürfen ihn sogar streicheln und das genießt er auch sichtlich. Allerdings reicht eine Kleinigkeit aus, um die Stimmung kippen zu lassen, und dann sollte man schneller sein als Tiger und seine Pfoten in Sicherheit bringen, bevor er die seinen in der weichen Haut des Streichelnden versenken kann.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Wahrscheinlich ist Tiger hypersensibel (und auch ein bisschen narzisstisch) und wechselt aus vermeintlich nichtigen Anlässen sofort in den Kampfmodus. Ob zwei der anderen Kater sich am entgegengesetzten Ende des Zimmers anfauchen, es im Flur laut wird oder jemand das Zimmer betritt, den Tiger nicht leiden kann: Er lässt seine Verärgerung hemmungslos an dem aus, der gerade vor ihm steht.

Doch aus Erfahrung wissen wir, dass Katzen wie Tiger keine hoffnungslosen Fälle sind. Sie brauchen Zeit, um sich in eine neue Umgebung einzugewöhnen und Situationen gut einschätzen zu können. Außerdem müssen sie lernen, „ihren“ Menschen zu vertrauen. Und schließlich geht es nicht ohne Grenzen, die ihnen jedoch möglichst geduldig und sanft gesetzt werden müssen. Denn Wut und Ärger haben sie ja schon genug in sich selbst.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Keine Frage, dass es ganz besondere Menschen braucht, um dieser Herausforderung zu bewältigen. Doch an der Seite der richtigen Leute können Typen wie Tiger nach einiger Zeit zu echten Traumkatzen werden. Übrigens sind diese Kater sehr häufig „Männer-Katzen“ – im Gegensatz zu unseren „Angsthasen“, die oft lieber mit Frauen zu tun haben.

Auf jeden Fall braucht Tiger im neuen Zuhause Auslauf. Seine Menschen sollten ruhig, gelassen und konsequent sein. Auf keinen Fall sollten andere Tiere oder kleinere Kinder im Haushalt leben. 

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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