Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 25.07.2020 um 22:54h

Der scheue Matty ist nicht gern allein zu Hause

Matty
Matty - © Copyright: Doris Litz

Matt (Dillon) kam im letzten Sommer mit seinen Geschwistern Festus und Kitty zu uns. Von einer ausgesetzten oder verwilderten Mutter geboren, hatte das Trio in den ersten Wochen seines Lebens keinen Kontakt zu Menschen – und entwickelte so ein tiefes Misstrauen gegen alle Zweibeiner.

Matty
Matty - © Copyright: Doris Litz

Mit der Zeit gewöhnten sich die schwarz-weißen Geschwister daran, dass Menschen ganz nützlich sind. Immerhin bringen sie Futter und räumen mit engelsgleicher Geduld alles wieder auf, was die wilde Rasselband in den Stunden zuvor in Unordnung gebracht hat. Wie allen jungen Katzen waren die drei außerdem sehr, sehr neugierig, weshalb sie nach vielen Wochen des Beobachtens durchaus Interesse an dem einen oder anderen Menschen zeigen. Kitty wurde sogar zu einer kleinen Schmuserin, wenn sie jemanden mochte und auch Festus wagte sich immer näher an seine Betreuer heran. Nur der hübsche Matty hielt sich – typisch Wildling – lieber weiter an seine vierbeinigen Gefährten.

Matty
Matty - © Copyright: Doris Litz

Am Ende kam es wie es kommen musste: Kitty und Festus fanden ein Zuhause. Matty blieb allein und etwas ratlos zurück. Schließlich waren seine Geschwister seine liebsten Spielgefährten, obwohl er sich grundsätzlich mit allen anderen netten Katzen ebenfalls gut versteht. Leider teilt er sein Zimmer zurzeit mit weniger geselligen oder überaus ängstlichen Artgenossen, so dass er manchmal ein wenig verloren herumläuft und sich jenen aufdrängt, die eigentlich auf seine Gesellschaft verzichten könnten. Zum Glück ist Matty zumindest in dieser Hinsicht nicht zimperlich und lässt sich weder von skeptischen Blicken noch von genervtem Gefauche aus der Ruhe bringen. Außerdem hat der Wegfall seiner bevorzugten Spiel- und Schmusegefährten zur Folge, dass er auch dem einen oder anderen Zweibeiner gegenüber recht anhänglich wird. Gurrende Schmeicheleien genießt er sichtlich. Nur das mit dem Anfassen findet Matty noch immer ziemlich gruselig.

Matty
Matty - © Copyright: Doris Litz

Trotzdem wird es höchste Zeit, dass der ebenso sanfte wie hübsche Katzenjunge endlich ein eigenes Zuhause findet, in dem er lernt, seinen Menschen völlig zu vertrauen. Auf jeden Fall sollte dort eine freundliche andere Katze leben, an der er sich orientieren kann. Seine Menschen sollten eher ruhig und sehr geduldig sein, denn Mattys Herz lässt sich nur in sehr kleinen Schritten erobern. Auf keinen Fall darf man ihn bedrängen. Später sollte Matty Freigang genießen können.

Wer noch keine Erfahrung mit (ehemaligen) Wildlingen hat, sollte sich unbedingt vor der Entscheidung mit den Besonderheiten dieser Tiere vertraut machen. Selbstverständlich stehen wir Interessenten auch in dieser Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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