Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 27.02.2022 um 19:43h

Ginger und Chica verschenken ihr Herz nicht leichtfertig

Chica und Ginger
Chica und Ginger - © Copyright: Doris Litz

Chica und Ginger sind zwei zierliche Wildlingsmädchen, die drei Jahre lang vermittelt waren und nun wieder zurück sind.

Chica
Chica - © Copyright: Doris Litz

Das Problem: Ihre Menschen haben in den letzten Jahren Nachwuchs bekommen, aber (ehemalige) Wildlinge und kleine Kinder, das passt nur in den seltensten Fällen zusammen. Und so war auch bei Ginger und Chica irgendwann klar: Das Zusammenleben mehrerer sehr kleiner Menschen und dieser überaus sensiblen Katzen funktioniert ganz und gar nicht.

Nun sind die hübschen Tigerinnen also wieder da, wo sie schon einmal eineinhalb Jahre gelebt haben: in unserer Hauptpflegestelle (die nach unserem Umzug natürlich viel schöner geworden ist!). Auf den ersten Blick haben sie sich kaum verändert. Sie sind noch immer sehr zart, sehr schön und sehr ängstlich. Zumindest gehen sie bei den meisten Menschen sofort auf Tauchstation und lassen sich bestenfalls aus der Ferne bewundern.

Ginger
Ginger - © Copyright: Doris Litz

Es gibt aber auch Ausnahmen. Und wenn die beiden misstrauischen Schönheiten jemanden in ihr Herz geschlossen haben, dann lieben sie ihn ganz und gar, schmusen pausenlos um sie oder ihn (eher sie) herum und lassen sich mit Hingabe und ohne Schranken beschmusen. Während die zierliche Ginger in solchen Momenten gern „umfällt“ und sich wohlig vor dem Objekt ihrer Begierde herumkugelt, bekundet die dunklere Chica ihre Zuneigung dadurch, dass sie sehr sanft die Finger ihres Menschen abschleckt.

Langweilig wird den Beiden dieser Liebesreigen übrigens so schnell nicht: Die vom Glück Begünstigen, die das Herz der scheuen Mädchen erobert haben, können sich getrost in die Mitte eines Zimmers setzen und den beiden mit wachsender Freude sehr lange dabei zuschauen, wie sie vorbeikreuzen, Köpfchen geben, Mäulchen reiben, Finger ablecken, über den Boden rollen - und sich zwischendurch auch gegenseitig ihre Zuneigung versichern. Eifersüchtig sind sie offenkundig nicht aufeinander.

Chica
Chica - © Copyright: Doris Litz

Ergo: Ginger und Chica sind wunderschöne, sehr sanfte und sensible Traumkatzen – bei den richtigen Menschen. Die müssen nach unserer Einschätzung vor allem sehr ruhig und geduldig sein. Sanftes Zureden hilft. Wer versucht, die Sache durch unerwünschte Übergriffe zu beschleunigen, ist aus dem Rennen. Die Herzen von Chica und Ginger wollen erobert werden, aber wenn man sie gewonnen hat, geben sie alles, was man sich von einer Katze wünschen kann.

Klar, dass nicht nur ihre neuen Menschen ruhig und zurückhaltend sein sollten, auch im neuen Zuhause wollen Ginger und Chica keinen Stress haben. Auf keinen Fall möchten sie ihr Leben noch einmal mit kleinen Kindern teilen. Aber auch andere Tiere brauchen sie nicht, obwohl sie vermutlich mit einer freundlichen und sozialen vorhandenen Katze durchaus klarkommen würden. Nach einer längeren Eingewöhnungsphase brauchen Ginger und Chica sicheren Freigang.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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