Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 21.01.2021 um 18:30h

Jule braucht einen Platz zum Entspannen

Jule
Jule - © Copyright: Doris Litz

Jule wurde bei der Kastrationsaktion eines anderen Vereins mit einer Gruppe streunender Katzen aufgegriffen. Zwar war die mollige kleine Tigerin stinksauer, aber den Tierschützern war schnell klar, dass die kleine Zicke kein echter Wildling war, sondern eine (vermutlich) ausgesetzte Katze, die sich schon eine ganz Weile allein rumgeschlagen und schließlich der Gruppe angeschlossen hatte.

Jule
Jule - © Copyright: Doris Litz

Mittlerweile hat Jule sich weitgehend beruhigt. Sie genießt volle Futternäpfe, warme Schlafplätze und menschlichen Schmusebesuch. Auch körperlich ist sie fit. Aber die Zeit, in der sie tagtäglich ums Überleben kämpfen musste, hat Spuren auf ihrer Seele hinterlassen. Sie ist unruhig und manchmal auch unausgeglichen. Wenn sie unversehens vom Glücks- in den Misstrauensmodus wechselt, setzt es auch schon mal Hiebe. Da sich diese Übersprungshandlungen schon jetzt deutlich gebessert haben, gehen wir davon aus, dass sie völlig verschwinden werden, wenn Jule erst einmal ein ruhiges und verständnisvolles Zuhause gefunden hat, in dem sie sich völlig entspannen kann.

Die Menschen in diesem Zuhause sollten katzenerfahren, sensibel und großzügig sein, denn eine „strenge Erziehung“ wäre das Letzte, was die kleine Katze auf ihrem Weg zurück in ein glückliches Leben gebrauchen kann. Vielmehr muss sie lernen, wieder zu vertrauen – ihren Menschen, aber auch dem Leben selbst, das ihr in der Vergangenheit so übel mitgespielt hat. Der Zwiespalt zwischen hoffnungsvoller Hingabe und aggressivem Misstrauen wird sich an der Seite der richtigen Menschen von ganz allein auflösen.

Kinder sollten in Julchens neuem Zuhause ebenso wenig leben wir andere Tiere. Nach einer Eingewöhnungszeit braucht sie sicheren Freilauf.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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