Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 8.09.2020 um 23:10h

Lakira und Mala toben und fauchen um die Wette

Mala
Mala - © Copyright: Doris Litz

Lakira und Mala sind zwei unserer im Frühjahr geborenen Wildlingskinder. Wildlinge werden von ihren ebenfalls verwilderten oder frisch ausgesetzten Müttern „draußen“ geboren und wachsen in ihren ersten Lebenswochen ohne menschlichen Kontakt auf. Deshalb fällt es ihnen meist schwer, den riesigen Zweibeinern, die so schaurig viel Interesse an ihnen zeigen, zu vertrauen. Viele dieser kleinen Fellknäuel brauchen Monate, bis sie ihre Angst verlieren und/oder ihre Abwehrhaltung aufgeben.

Lakira
Lakira - © Copyright: Doris Litz

Wie die meisten Katzenkinder – ob zahm oder scheu – sind aber auch Lakira und ihre Schwester Mala in erster Linie sehr verspielt und sehr neugierig. Das lässt die beiden zuckersüßen Mädels hin und wieder glatt vergessen, dass sie eigentlich Angst haben. Manche Menschen finden sie gar so interessant, dass sie sich ein ganz kleines bisschen anfassen lassen. Allerdings sind die Mädels nicht gleich beim ersten Treffen zu derartigen Zugeständnissen bereit, das versteht sich wohl von selbst.

Außerdem haben sie bemerkt, dass ihr großes Vorbild Matty zwar ebenfalls nicht allzu viel von seinen menschlichen Versorgern hält, aber in deren Gegenwart trotzdem völlig cool bleibt. (Na ja, der hübsche Junge ist ja auch schon seit einem Jahr bei uns …) Also gehen auch die beiden kessen Winzlinge immer mehr dazu über, uns Menschen nicht allzu ernst zu nehmen. Wenn das keine gute Grundlage für eine lebenslange Freundschaft zwischen Zwei- und Vierbeinern ist!

Mala
Mala - © Copyright: Doris Litz

Für Lakira und Mala suchen wir ein Zuhause bei geduldigen Menschen, die bereit sind, sich auf das „Abenteuer Wildling“ einzulassen. Dazu gehört vor allem die Erkenntnis, dass sich bei diesen Tieren nichts erzwingen lässt, denn jede Art von Zwang führt mit ziemlicher Sicherheit zu einem gewaltigen Rückschritt im Beziehungsaufbau. Besser ist es, Neugier und Spieltrieb zu nutzen und sich so ins Herz der neuen Familienmitglieder vorzuarbeiten. Kinder sollten so alt und verständig sein, dass auch sie sich unbedingt an diese Regeln halten. Wer das Vertrauen dieser Katzen einmal gewonnen hat, der wird dafür reich belohnt, denn sie sind meist sehr verschmust und lassen sich auch nicht so leicht von den Nachbarn mit den tollen Leckerlies um den Finger wickeln.

Lakira
Lakira - © Copyright: Doris Litz

So misstrauisch die kleinen Wilden gegenüber Menschen sind, so sozial verhalten sie sich im Umgang mit anderen Katzen. Damit sind sie die perfekte Ergänzung zu einer bereits vorhandenen Katze. Allerdings sollte die nicht wesentlich älter sein, als der Neuzugang, denn die absolute Anhänglichkeit und die ungezügelte Spielsucht können älteren Tieren gehörig auf die Nerven gehen. Falls bislang keine Katze im neuen Zuhause lebt, würden Lakira und Mala zusammen einziehen – oder eine der beiden bringt ihren absolut tollen Lieblingsfreund Matty mit.

Lakira und Mala können in Wohnungshaltung leben, würden jedoch sicheren Freigang bevorzugen.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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