Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 6.10.2020 um 21:21h

Leo und Hilde wollen ganz sanft erobert werden

Leo
Leo - © Copyright: Doris Litz

Lange Zeit hießen sie bei uns nur „die Niederradener“, denn in diesem Westerwaldort hatten die vier bildhübschen Tigerkatzen ein Zuhause, in dem sie die ersten Monate ihres Lebens glücklich, aber ohne allzu großen Menschenkontakt lebten. Doch dann war ihre Versorgung nicht mehr gesichert; das unwillige Quartett kam zu uns und zog in den Raum mit dem poetischen Namen „Black Cat“.

Hilde
Hilde - © Copyright: Doris Litz

Viel gesehen haben wir von den drei Jungs und ihrer Schwester allerdings in den ersten Wochen nicht, da ihr bevorzugter Rückzugsort in der schmalen Nische zwischen Wand und Heizkörper war. Dorthin zogen sich regelmäßig alle vier gleichzeitig (!) zurück. Eine akrobatische Leistung, die wir bis heute kopfschüttelnd bewundern. Zumindest neigen sie definitiv nicht zu Platzangst.

Wie dem auch sei, irgendwann war es den Vieren hinter Heizung doch zu langweilig – und sie suchten sich andere Verstecke in ihrem neuen Zuhause. Die Gesellschaft von Menschen jedenfalls war für sie monatelang ziemlich unerträglich. Was dazu führte, dass es manchem unserer Mitarbeiter bis heute schwerfällt, Lothar, Leo, Puma und Hilde auseinanderzuhalten. Obwohl sich höchsten Leo und Hilde einigermaßen ähnlich sehen.

Hilde
Hilde - © Copyright: Doris Litz

Diese beiden sind es auch, die bis heute die größten Probleme haben, Zweibeinern zu vertrauen. Zwar hat der Umzug ins größere und mit einer ganzen Reihe von (ehemaligen) Wildlingen bevölkerte blaue Zimmer dem ängstlichen Quartett gutgetan. Sie sind deutlich entspannter und haben sich von ihren neuen Mitbewohnern abgeguckt, dass man mit den lebendigen Futtermaschinen zwar vorsichtig umgehen muss, allzu großer Respekt jedoch völlig unangemessen ist. Das führt dazu, dass auch Leo und Hilde nicht mehr wegflitzen, wenn Zweibeiner in Reichweite kommen. So verschmust wie ihr Bruder Lothar oder so kess wie der freche Puma sind Leo und Hilde jedoch nicht. Dafür hängen sie stärker aneinander als der Rest der Familie, weshalb wir sie hier gemeinsam vorstellen – und hoffen, dass sie auch zusammen ausziehen dürfen.

Leo
Leo - © Copyright: Doris Litz

Ohne Zweifel brauchen Leos und Hildes neuen Menschen sehr viel Geduld, denn bis die beiden mit ihren Leuten auf dem Sofa liegen wird wohl noch einiges an Wasser den Rhein hinunterfließen. Tatsächlich suchen die hübschen Tiger ein sehr ruhiges Zuhause bei Menschen, die so gut wie keine Erwartungen an sie stellen. Erfahrung mit der Haltung von Wildlingen ist hilfreich. (Kleine) Kinder sollten nicht im Haushalt leben. Freundliche Katzen wären wohl kein Problem. Die Ansprüche sind also hoch, aber aus Erfahrung wissen wir, dass sich die Mühe lohnt, denn Wildlinge können eine starke Bindung zu ihren Menschen aufbauen – vorausgesetzt, es sind die „richtigen“ Menschen.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

nach oben