Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 23.01.2021 um 14:36h

Max und Zorro sind ein bisschen scheu und sehr abenteuerlustig

Max
Max - © Copyright: Doris Litz

Max und Zorro kamen gemeinsam mit ihren Schwestern Sina und Emmy zu uns. Im letzten Sommer ohne Kontakt zu Menschen draußen geboren, waren sie typische Wildlinge: verängstigt, fauchig und überaus misstrauisch uns Zweibeinern gegenüber, aber auch sehr lieb, verspielt und rücksichtsvoll untereinander.

Max (oben) und Zorro
Max (oben) und Zorro - © Copyright: Doris Litz

In den letzten Wochen hat das Schwarz-Weiß-Quartett sich prächtig entwickelt und sucht deshalb ein neues Zuhause, in dem es den Alltag in einer Familie kennen und schätzen lernen kann. Ausziehen sollen sie im Doppelpack, bevorzugt sollen die Jungs und die Mädchen zusammenbleiben.

Denn Max und Zorro hängen sehr aneinander. Sie spielen und kuscheln miteinander, fressen von einem Tellerchen und sind hin und wieder so rege am jeweils anderen interessiert, dass es schwierig wird, wenn einer allein die Katzentoilette aufsuchen will. Mittlerweile sind sie auch deutlich kräftiger als ihre Schwestern und gehen zwar liebevoll, aber auch ziemlich rauflustig miteinander um. Die zarten Mädchen schauen sich derlei Kampfspiele lieber aus sicherer Entfernung an.

Max
Max - © Copyright: Doris Litz

Max ist übrigens der selbstbewussteste, aber auch der zugänglichste der Geschwister. Wenn er Lust hat oder es nicht mitbekommt, können Menschen, die er kennt und leiden kann, ihn ausgiebig streicheln. Manchmal hört man ihn dann auch genüsslich vor sich hin schnurren. Zorro dagegen findet es zwar in Ordnung, sich neben einen zu setzen, aber anfassen ist gruselig, und schaut man ihn zu lange an, wird er unsicher. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass Zorro von seinem Bruder lernen, und schon bald seine Zurückhaltung aufgeben wird.

Allerdings ist bei Wildlingen in einer fremden Umgebung immer mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Rückfall zu rechnen. Ihre neuen Menschen müssen also einkalkulieren, dass ihr Familienzuwachs erst einmal auf Tauchstation geht und nichts von ihnen wissen will. Das kann Tage, aber auch Wochen andauern. Das Herz der „jungen Wilden“ gewinnt man mit Ruhe, Verständnis und sehr viel Geduld.

Zorro
Zorro - © Copyright: Doris Litz

Gleichzeitig sollte Interessenten klar sein, dass sie, wenn Max und Zorro erst einmal aufgetaut sind, zwei halbstarke Katzenjungs im Haus haben, die sehr neugierig und sehr verspielt sind. Vermutlich wird es kaum etwas geben, was vor den beiden sicher ist. Erziehung ist möglich und notwendig, darf aber nur in Ruhe, Gelassenheit und sehr liebevoll vonstattengehen, denn einmal Wildling immer Wildling: Wenn sich bei Max und Zorro der Eindruck festsetzt, dass man vor einem bestimmten Menschen Angst haben muss, ist diese Haltung nur sehr schwer zu revidieren.

Kinder, die zum Haushalt gehören, sollten alt genug sein, um zu verstehen, dass Katzen kein Spielzeug sind und sich gegen allzu aufdringliche Zuwendungen recht schmerzhaft zur Wehr setzen können. Auf jeden Fall brauchen die Katzenjungs einen Rückzugsort, an dem sie vor jeglicher Form von Nachstellung sicher sind, weil dieser Platz für alle Zweibeiner tabu ist. Sobald die Bindung zwischen Menschen und Katzen stabil genug ist, brauchen Max und Zorro sichern Freilauf.

Natürlich geben wir vor und nach der Vermittlung gern Tipps, wie Menschen und Kater ein richtig tolles Team werden.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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