Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 29.03.2020 um 14:42h

Paulchen beschützt seinen Angsthasen-Bruder Max

Paulchen
Paulchen - © Copyright: Doris Litz

Max und Paulchen sind zwei bildhübsche, drei Jahre alte Kater, die nicht nur sehr, sehr scheu sind, sondern auch noch einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, als ihr geliebtes Frauchen völlig überraschend starb. Da die beiden anderen Menschen gegenüber immer äußerst skeptisch geblieben sind, suchen wir für sie ein ganz besonderes Zuhause.

Max
Max - © Copyright: Doris Litz

Als ihre Besitzerin Max und Paulchen in einem Tierheim kennenlernte, waren die beiden typische Wildlingsbabys. Doch das ängstliche Gefauche schreckte die katzenerfahrene Dame nicht ab, die sich sofort in den rabenschwarzen Max verliebte. Allerdings ließ dessen Brüderchen Paul es nicht zu, dass der fremde Zweibeiner sich dem kleinen Angsthasen näherte. Todesmutig ging der rot-weiße Winzling dazwischen und offenbarte die innige Beziehung zu seinem Bruder, die sich bis heute kaum geändert hat: Noch immer ist Paulchen der Beschützer geblieben, der sich sogar wagemutig in die Welt außerhalb des Hauses wagt, während Max lieber drin die Stellung hält und sich wie ein Schneekönig freut, wenn Paul von seinen Abenteuern zurückkehrt.

Paulchen
Paulchen - © Copyright: Doris Litz

In ihr neues Zuhause gewöhnten die beiden Kater sich recht schnell ein, bis sie Vertrauen zu ihrem Menschen fassten, dauerte es schon etwas länger. Doch mit viel Geduld gelang es ihrer Besitzerin schließlich, die beiden davon zu überzeugen, dass sie vertrauenswürdig war. Anderen Menschen gegenüber blieben Max und Paulchen allerdings reserviert.

Das wurde zu einem ernsthaften Problem, als ihr Mensch völlig überraschend starb. Die beiden einfach in eine neue Familie mit Kindern und anderen Tieren zu integrieren, ist unmöglich, weshalb sich im näheren Umfeld keine Möglichkeit fand, ihnen ein neues Zuhause zu bieten. Sie brauchen sehr ruhige und katzenerfahrenen Menschen, die bereit sind, die tollen Burschen in winzigen Schritten zu erobern. Helfen kann dabei, dass sie leidenschaftlich gern spielen und auch ziemlich neugierig sind. Hektik und Lärm können sie dagegen überhaupt nicht vertragen.

Max und Paulchen
Max und Paulchen - © Copyright: Doris Litz

Trotz ihrer großen Zurückhaltung fehlt ihnen allerdings der Kontakt zu einem Menschen, dem sie vertrauen. In den letzten Wochen haben sie sich deshalb ihrer wichtigsten Betreuerin angeschlossen, mit der sie mittlerweile sogar schmusen. Das zeigt deutlich, dass die beiden liebenswerten Kater durchaus keine hoffnungslosen Fälle sind, sondern einfach nur Menschen brauchen, die ihre Ängste verstehen und bereit sind, darauf einzugehen.
Zurzeit werden Max und Paulchen in ihrem bisherigen Zuhause im Westerwald versorgt. Optimal wäre es, wenn sie gleich von dort aus in ein neues Zuhause vermittelt werden könnten und ihre neuen Leute sich die Zeit nehmen, die beiden vorher einige Male zu besuchen und erste zarte Bande zu knüpfen.

Nähere Informationen: 0170 – 90 22 472.

nach oben