Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 5.07.2022 um 22:41h

Katzenversteher gesucht:

Simbas Welt gerät sehr leicht aus den Fugen

Simba
Simba - © Copyright: Doris Litz

Simba ist ein sechs Jahre alter roter Kater. Sein bisheriges Leben verbrachte der bildschöne Katzenjunge in der Wohnung seiner Menschen.

Simba
Simba - © Copyright: Doris Litz

Zu uns kam Simba, weil es irgendwann zwischen ihm und den Zweibeinern nicht mehr richtig stimmte. Zuerst wurde Simba immer nervöser und schreckhafter, bis er seine Leute schließlich nach einer für ihn besonders aufregenden Situation sogar attackierte. Als Katzenkind soll Simba hin und wieder Krampfanfälle gehabt haben. Ob es da einen Zusammenhang gibt, ist allerdings völlig unklar.

Ehrlich gesagt können wir uns nicht wirklich erklären, was – aus Simbas Sicht – tatsächlich geschehen ist. Fest steht aber, dass der Katzenmann, wie viele „Rote“, überaus sensibel und sehr leicht gestresst ist. So haben auch wir gelernt, sehr vorsichtig mit ihm umzugehen, denn gerade in den ersten Wochen war Simba keinesfalls erfreut, uns zu sehen. Vermutlich hat er uns für seine Situation verantwortlich gemacht. Oder er hat einfach seinen Frust an uns abreagiert.

Simba
Simba - © Copyright: Doris Litz

Das hat sich, zumindest bei manchen Menschen, völlig geändert. Schauen Zweibeiner bei ihm vorbei, die er mag, ist Simba sofort zur Stelle und freut sich sehr über Streicheleinheiten. Kluge Liebesobjekte drängen sich ihm trotz offenkundiger Sympathie dennoch nicht auf. Besser ist es abzuwarten, wieviel Nähe Simba selbst gerade ertragen kann. Dann bleiben die Finger heil und der Kater behält seine gute Laune.

Auf jeden Fall sollten Simbas neue Leute Erfahrung mit empfindsamen Katzen haben und bereit sein, gerade in der Anfangsphase genau darauf zu achten, was ihr neuer Lebensgefährte momentan braucht und ertragen kann. Sie selbst sollten jedoch nicht zimperlich sein, wenn es doch mal zu einem Missverständnis kommt und sie schmerzhaft in ihre Grenzen gewiesen werden.

Nervöse Katzen wie Simba reagieren auf Druck – etwa durch Schimpfen – mit Rückzug und Misstrauen. Ihre Stimmung wird eher schlechter als besser. Im schlechtesten Fall lehnen sie Menschen, die ihnen nicht geheuer sind, für alle Zeiten ab. Der einzige Weg zum Erfolg führt über Geduld und Verständnis. Ein konsequentes, aber liebevolles Nein reicht völlig aus, um unerwünschtes Verhalten nach relativ kurzer Zeit abzustellen.

Simba
Simba - © Copyright: Doris Litz

Wer Simbas Vertrauen und Herz gewonnen hat, wird mit einem sanften, aufmerksamen und liebenswerten Kater belohnt, der zufrieden und völlig ausgeglichen das Leben seiner Menschen teilt.

Bislang lebte Simba in Wohnungshaltung. Für ihn und seine Menschen wäre es jedoch wesentlich entspannter, wenn er künftig sicheren Freigang genießen könnte. Einen Teil seiner Spannung könnte das Sensibelchen dann nämlich beim Mäusejagen, Schmetterlinge beobachten und Dösen im Garten abbauen.

Auf Artgenossen reagiert Simba bei uns kaum, allerdings hat er auch keinen unmittelbaren Kontakt zu den anderen Katzen im Raum, da er in einem geräumigen Einzelgehege untergebracht ist. Wegen seines eigenwilligen Charakters passt zu ihm jedoch die Rolle als Einzelprinz ohnehin viel besser. Auch (kleine) Kinder sollten nicht im neuen Zuhause leben, da sie seine Stimmungen nicht lesen können und mit ziemlicher Sicherheit früher oder später mit ihm aneinander geraten würden.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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