Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 15.04.2020 um 17:51h

Tiger hat zu seinem inneren Frieden zurückgefunden

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Als der fünfjährige Tiger im Frühjahr 2019 zu uns kam, da war der bildhübsche Kater ganz offenkundig nicht mit sich im Reinen. Sein Zuhause hatte der schöne Kater verloren, weil er seine Mitkatze rabiat mobbte. Bei uns wollte er weder von Zwei- noch von Vierbeinern etwas wissen – schmerzhafte Attacken waren jederzeit möglich.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Mit der Zeit entspannte Tiger sich und kam sogar leidlich gut mit seinen vierbeinigen Mitbewohnern – lauter Katern! – klar, indem man einander weitgehend ignorierte. Seien menschlichen Betreuer durften ihn sogar bekuscheln, mussten aber stets auf der Hut sein. Denn eine Kleinigkeit reichte aus, um die Stimmung kippen zu lassen, und dann musste man man schneller sein als Tiger und seine Pfoten in Sicherheit bringen, bevor er die seinen in der weichen Haut des Streichelnden versenken kann.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Natürlich wollte niemand Tiger haben – bis auf Olli (heißt er so?), der zumindest bereit war, den launischen Schönling in Pflege zu nehmen und mit ihm gemeinsam am Sozialverhalten zu arbeiten. Und tatsächlich fand der hypersensible Kater, dessen Ausweg aus unangenehmen Situationen bislang der spontane Wechsel in den Kampfmodus gewesen war, ganz langsam sein inneres Gleichgewicht zurück. Heute ist er ein anderes Tier.

Reichte es früher aus, dass am anderen Ende des Raumes zwei übermütige Artgenossen in Streit gerieten oder im Flur zu laut gesprochen wurde, damit er seine Verärgerung hemmungslos an dem ausließ, der gerade vor ihm stand, treibt ihn heute nichts mehr so leicht vom Sofa und von der Seite seines Menschen. Denn der hat ihm die Zeit gegeben, die er brauchte, um wieder zu vertrauen. Grenzen hat Olli ihm mit viel Geduld und niemals aggressiv aufgezeigt – und so erreicht, dass auch Tiger auf seine Rüstung aus Wut und Ärger verzichten kann.

Tiger
Tiger - © Copyright: Doris Litz

Weil Tiger trotzdem nicht für immer bei Olli bleiben kann, suchen wir nun einen, höchstens zwei katzenerfahrene Menschen, die die Arbeit mit ihm fortsetzen. Übrigens sind Kater wie Tiger sehr häufig „Männer-Katzen“ – im Gegensatz zu unseren „Angsthasen“, die häufig lieber mit Frauen zu tun haben.

Auf jeden Fall braucht Tiger im neuen Zuhause Auslauf. Seine Menschen sollten ruhig, gelassen und liebevoll-konsequent sein. Auf keinen Fall sollten andere Tiere oder kleinere Kinder im Haushalt leben.

Nähere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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