Von Katzenhilfe Neuwied e.V., letzte Aktualisierung am 22.11.2022 um 22:21h

Wenn die kleine Mary die kleine Cary beschützt

Mary
Mary - © Copyright: Doris Litz

Mary und Cary sollte es eigentlich gar nicht geben. Ihre Existenz verdanken die beiden zauberhaften Katzenmädchen mit dem seidig glänzenden Fell der Tatsache, dass ihre früheren Menschen „vergessen“ haben die Mama der beiden rechtzeitig kastrieren zu lassen. Und so landeten die Babys schließlich bei uns. Nun sind die zierlichen Kätzchen ein knappes halbes Jahr alt und suchen ein eigenes Zuhause bei netten ruhigen Menschen, denen sie willkommen sind.

Cary und Mary
Cary und Mary - © Copyright: Doris Litz

Auf den ersten Blick gleichen sich Mary und Cary wie das berühmte Ei dem anderen. Unterscheiden kann man sie bei genauem Hinschauen vielleicht an ihren Augen: Die von Mary sind bernsteinfarben, die von Carry auch, haben aber einen „grünen Kern“. Allerdings müssen wir zugeben, dass dieser Test nicht ganz so einfach ist wie es sich anhört, denn Cary lässt sich von Fremden nicht gern anstarren und geht lieber auf Tauschstation, was den Farbvergleich deutlich erschwert.

Zuverlässiger lassen sich die bildhübschen Schwestern wegen ihres Charakters auseinanderhalten. Mary ist die, die da ist. Sie kommt angeflitzt, will spielen und schmusen und hat nicht die geringsten Berührungsängste. Nur wer sie zu heftig bestürmt, erntet womöglich einen skeptischen Blick. Allerdings ist Mary sofort bereit, die Übergriffigkeit zu verzeihen, wenn die Regeln des Anstands wieder eingehalten werden. Ohnehin ziert sie sich nur Fremden gegenüber ein kleines bisschen.

Cary und Mary
Cary und Mary - © Copyright: Doris Litz

Da ist Cary ganz anders. Sie traut uns Menschen deutlich weniger über den Weg und hält erstmal Abstand. Kommt man ihr doch mal nahe, duckt sie sich weg, schaut ängstlich in die Welt und faucht was das Zeug hält. Allerdings besteht kaum die Gefahr, dass die winzige Katze ihre Drohung wahr machen könnte. Stattdessen versteckt sie sich hinter Mary, lässt es aber ohne jeden Protest zu, dass sie ein wenig „mitgestreichelt“ wird. Und wenn man dabei sanft genug ist, entspannt sie sich sogar und fängt ganz leise an zu schnurren.

Da die beiden Katzenmädchen als Babys zwar keinen engen Kontakt zu Menschen hatten, aber doch in ihrer unmittelbaren Nähe aufgewachsen sind, glauben wir, dass auch Cary sich in einem ruhigen Zuhause mit geduldigen Menschen sehr schnell einleben und ihre Scheu verlieren wird. Wichtig ist, dass sie weder erschreckt noch bedrängt wird und immer eine Rückzugsmöglichkeit hat. Den Rest wird sie sich bei ihrer Schwester abschauen.

Cary
Cary - © Copyright: Doris Litz

Denn die Beiden sind bei aller Unterschiedlichkeit sehr eng miteinander verbunden. So bringt die kleine Mary es durchaus fertig, ihre ängstliche Schwester zu „beschützen“, indem sie sich vor sie wirft und alle Streichelattacken in einer großherzigen Geste auf sich nimmt. Zumindest Cary weiß diesen Heldenmut zu schätzen und versteckt sich gern hinter ihrer Mary.

Kleine Kinder braucht vor allem Cary nicht in ihrem Leben. Gegen eine freundliche vorhandene Katze haben die beiden nichts einzuwenden, allerdings sind sie sich auch selbst genug. Später hätten die Katzenmädchen gern sicheren Freilauf, damit sie einen möglichst großen Teil der Welt zu ihrem Abenteuerspielplatz machen können.

Weitere Informationen: 0157 – 52 68 76 61.

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